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Das HAPPO IPPON KUMITE, die siebente traditionelle Form des SHOTOKAN KARATE - DO, trainiert zusätzlich noch die instinktive Verteidigung gegen mehrere Angreifer aus verschiedenen Richtungen. Die Zeit zwischen der Abwehr mit Gegenangriff des Verteidigers (UKE) und dem nächsten Angriff eines anderen Angreifers (TORI) soll möglichst kurz bemessen sein. Es wird üblicherweise ab dem 3. KYU erlernt und geübt.
Der Ablauf beim HAPPO IPPON KUMITE ist wie folgt:
Traditionell wird das HAPPO IPPON KUMITE mit 9 KARATEKA geübt; die Mindestanzahl ist 5. Einer der 9 KARATEKA steht in der Mitte eines gedachten Kreises, die übrigen 8 KARATEKA außen herum. Alle KARATEKA stehen sich im SHIZENTAI gegenüber. Alle KARATEKA grüßen sich gleichzeitig im Stand. Alle KARATEKA gehen gleichzeitig in ZENKUTSU - DACHI mit CHUDAN KAMAE zurück. Der im gedachten Kreis stehende KARATEKA ist der Verteidiger (UKE), die außen herum stehenden KARATEKA sind die Angreifer (TORI). Einer der Angreifer (TORI) sagt eine zuvor festgelegte Angriffstechnik und Angriffsstufe an; in einer fortgeschrittenen Variante wird die Angriffstechnik und die Angriffsstufe nicht mehr angesagt. Der Verteidiger (UKE) wiederholt die vom Angreifer (TORI) angesagte Angriffstechnik und Angriffsstufe. Der Angreifer (TORI) greift den im gedachten Kreis stehenden Verteidiger (UKE) einmal stark und konsequent an; der Angriff erfolgt immer mit KIAI. Der Verteidiger (UKE) geht mit einem ganzen Schritt oder mit einen Gleitschritt - vorzugsweise seitlich - zurück und versucht, den Angriff abzuwehren. Nach der erfolgreichen Abwehr kontert der Verteidiger (UKE) mit GYAKU - ZUKI oder einer anderen geeigneten Technik des SHOTOKAN KARATE - DO; der Gegenangriff erfolgt immer mit KIAI. Der Gegenangriff wird kurz stehen gelassen ( KIME ) und dann die Fäuste von beiden Partnern in CHUDAN KAMAE zurückgezogen. Dabei wird die Distanz zwischen den Partnern durch einen Gleitschritt des Angreifers (TORI) vergrößert. Der Angreifer (TORI) verläßt sofort den gedachten Kreis und macht den Weg frei für den neben ihm stehenden KARATEKA. Dieser greift sofort mit der gleichen Angriffstechnik und Angriffsstufe - ohne nochmaliges Ansagen - von außen einmal stark und konsequent an; der Angriff erfolgt immer mit KIAI; in einer fortgeschrittenen Variante kann jeder der außen stehenden KARATEKA nun Angreifer (TORI) werden, unabhängig von seiner Position im Kreis. Traditionell greift jeder der außerhalb des gedachten Kreises stehenden KARATEKA mindestens dreimal den Verteidiger (UKE) an.
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