Adnreas in China


Ich war zwar bereits des öfteren beruflich in China, doch im September 2008 hatte ich im Internet das im SKIF organisierte 1. Shotokan Karate Dojo von China in Guangzhou (Kanton) ausfindig gemacht (www.skif.com.cn) und für die Reise gleich meinen GI eingepackt. Am Donnerstag hatte ich dann nach 40 Minuten Taxifahrt durch den verstopften Feierabendverkehr das Dojo erreicht. Nachdem ich glaubhaft versichern konnte das ich auch wirklich Shotokan mache, wurde ich eingeladen mitzutrainieren.
Michelle Ma, die Trainerin, hat freundlicherweise alle chinesischen Anweisungen auch in English gegeben so das es keine Verständigungsprobleme gab, die üblichen japanischen Kommandos kennt man ja. Das Training dauerte 2 Stunden und beinhaltete eine ausgiebige Grundschule, Reaktionsübungen mit Partner, Pratzentraining und natürlich Kombinationen und Kata. Das ganze bei 35 Grad Celsius und einem gefühlten Sauerstoffgehalt der Luft von gegen Null. Selten so geschwitzt!


Ich war dann auch im November trotz super engem Terminplan wieder beim Training, zum Glück war es etwas kühler. Die Halle ist nach mehreren Seiten offen und mitten in einem Freizeit- und Sportpark, wo auch Basketball und Chinesisches Theater, incl. ballettartigen Kampfeinlagen mit Lanzen, im Freien geübt werden. So schauen die unterschiedlichsten Leute während dem Training herein und man wird ordentlich abgelenkt durch die Tänzerinnen.
Schön das man als Karateka überall auf der Welt Gleichgesinnte findet und trainieren kann. Vielen Dank an die Trainer/in und ich werde auch das nächste Mal wieder den GI einpacken.
Andreas